Institut für Werkstofftechnik
Lehrstuhl für Materialkunde und Werkstoffprüfung
Universität Siegen
Profil
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Die Forschungsaktivitäten des Lehrstuhls befassen sich mit der Aufklärung
von Zusammenhängen zwischen der Werkstoffmikrostruktur, daraus resultierenden
makroskopischen Eigenschaften und der Schädigungsentwicklung infolge von Ermüdungs-
und/oder Hochtemperaturkorrosionsbeanspruchung. Neben der experimentellen Werkstoffprüfung und
-charakterisierung stellt die Modellbildung und Simulation solcher Zusammenhänge vor dem
Hintergrund der mechanismenorientierten Lebensdauervorhersage und der gezielten
Werkstoffoptimierung einen weiteren Schwerpunkt der Forschungsarbeit dar.
In diesem Zusammenhang konnten in den vergangenen Jahren wichtige Beiträge zum
Verständnis und zur Modellierung der thermomechanischen Ermüdung, der inneren
Korrosion, der Kurzrissausbreitung und der Wasserstoffversprödung verschiedener
moderner oder neuer metallischer Werkstoffe erzielt werden. Neben den vorwiegend
grundlagenorientierten Forschungsprojekten werden am Lehrstuhl für Materialkunde
und Werkstoffprüfung auch Serviceleistungen und Auftragsforschung für Industrieunternehmen
durchgeführt. Damit erstrecken sich die Arbeitsrichtungen in einem weiten
Bogen von der Materialphysik über die Beschreibung realitätsnaher Schädigungsmechanismen
bis hin zur Beurteilung technischer Schadensfälle.
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| Prof. Christ |
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Forschungsschwerpunkte
- Zyklisches Verformungsverhalten metallischer Werkstoffe (Materialermüdung)
- Hochtemperaturverformungsverhalten bei einsinniger und zyklischer Beanspruchung (Kriechen, Hochtemperaturermüdung, thermomechanische Ermüdung)
- Korrosionsverhalten metallischer Werkstoffe bei hoher Temperatur und Wasserstoffversprödung
- Modellierung des Werkstoffverhaltens
Mitarbeiter und Einrichtungen
Der Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Materialprüfung beschäftigt zur Zeit 27 wissenschaftliche und technische Mitarbeiter,
welche in ihrer Arbeit durch eine größere Anzahl von studentischen Hilfskräften sowie Studien- und Diplomarbeitern unterstützt werden.
Die Forschungsaktivitäten des Lehrstuhls erfolgen auf etwa 800 qm Büro- und Laborfläche mit folgender Geräteausstattung:
- 6 servohydraulische und 2 elektromechanische Universalprüfmaschinen (z.T. ausgestattet für Hochtemperaturversuche im Vakuum bzw. in definierten Gasatmosphären und z.T. für Tieftemperaturversuche)
- Hochfrequenzermüdungslabor mit einem servohydraulischen 1000Hz Prüfsystem, Umlauf- bzw. Wechselbiegemaschinen, einer Torsionswechselmaschine und einer Resonanzprüfmaschine zur Rissausbreitungsmessung
- piezoelektrische Ermüdungsprüfmaschine zum Einbau im Rasterelektronenmikroskop
- 10 Zeitstandapparaturen
- Transmissions- und Rasterelektronenmikroskop (mit EDX, WDS und EBSD/OIM-System zur automatisierten Orientierungsmessung)
- Röntgendiffraktometer zur Phasenanalyse, Textur- und Eigenspannungsmessung (mit Hochtemperaturkammer und ortsauflösendem Detektor)
- Moderne Metallographie
- Korrosionslabor mit Thermowaagen, volumetrischer Messapparatur, Wasserstoffanalysator und Kohlenstoffanalysator)
- Wärmebehandlungslabor mit Vakuumöfen und Schutzgasofen
Neben den Forschungsaktivitäten bietet der Lehrstuhl als Angebot an die Industrie die vorhandene Geräteausstattung
zur Analyse von Schadensfällen an und gibt beratende Hilfestellung bei der Werkstoffauswahl. Weiterhin finden am Lehrstuhl
regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen zu den Themengebieten Ermüdungsverhalten metallischer Werkstoffe sowie Werkstoffprüfung für Fortgeschrittene statt.
Kontakt
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